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Verfasst am: 02.02.2010, 19:06 •
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Verfasst am: 03.02.2010, 12:04 •
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Hallo liebe Monika ,
nun ja, ich denke die Angst- und Zwangspsychosen haben bei mir angefangen, da war ich etwa sieben Jahre alt. Von diesem Zeitpunkt an, sind bei mir ebenfalls die Auren und Absencen aufgetreten.
Während den Absencen, bin ich wohl für einige Sekunden weggetreten, wurde schnell blass, aber ich fühlte mich nicht schlecht dabei. Bin auch nicht umgekippt. Einmal stand ich in der Badewanne und meine Mutter guckte mich erschrocken an, packte mich und legte mich schnell ins nächsgelegene Bett.
Ich verstand die Reaktion von meiner Mutter damals nicht. Ich dachte es sei alles okay und mir ging es dabei nicht schlecht. Es waren ja auch "nur" einige Sekunden.
Ich weiß, dass ich seit Kindheit auch eine bestimmte Empfindlichkeit, was meine Sinnesorgane betrifft. Ich nehme bestimmte Geräusche anders wahr als ein gesunder Mensch. Zum Beispiel einer meiner "Macken" ist dass, wenn ich mit meinen Eltern am Esstisch sitze, muss ich meine Ohren zuhalten, damit ich die "Schluckgeraüsche" nicht hören muss! Glaub mir, ich kenne schon verschieden "Schluckarten"! Dies fing erst ab meiner Pubertätszeit an und dass meine Absencen mit Ängste verbunden waren.
Als Kind, da war ich etwa acht Jahre alt, und wir wohnten damals noch in Portugal. In der Küche hatten wir einen Gasherd. Aus heiterem Himmel hatte ich panische Angst, dass die Küche explodiert!
Ich sags Dir, diese Ängste haben mich richtig fertig gemacht! Jede Nacht bin ich bis zu zwanzigmal aufgestanden und musste den Gasherd kontrollieren. Ich konnte mich nicht dagegen wehren.
Ich war nicht mehr ich selbst!
Es ging dann so weit, dass ich auch die Steckdosen überprüft habe, ob diese auch richtig drin steckten!
Ich weiß nicht wie lange das ganze lief. Eines Nachts muss mich meine Mutter gehört haben und hat mich an der Zimmertür abgefangen und fragte mich was ich tue.
Dabei war sie selber sehr erschrocken. Nun ja, das Gute dabei war, dass ich von diesen Zeitpunkt an, von den Zwängen erlöst war! Keine Ahnung wie, aber ich muss mich dabei selber erschrocken haben. Danach war alles wieder okay.
Bis heute habe ich jedoch immer noch bestimmte Kontrollzwänge.
Immer wenn ich morgens früh aufstehen muss, stelle ich mein Wecker an Abend vorher an und überprüfe es mehrmals ob alles richtig eigestellt ist. Es ist unglaublich, aber manchmal habe ich dass Gefühl ich glaube meinen eigenen Augen nicht!
Ich reagiere auch empfindlich auf hohe Töne. Bei Gewitter steigt meine Herzfrequenz rapide in die Höhe, weil ich die Blitze nicht ertragen kann!
Ich kenne mich auch nicht anders und lebe damit. Ich habe eh kein Einfluss auf mein vegetativen Nervensystem, was bei der TS leider einer der Hauptrollen spielt. Ich versuche dennoch auf Umwegen diese Zwänge und Ängste in Griff zu halten. Und es klappt ja auch. Das gute ich auch zu wissen, dass man nicht die Einzige ist. Da bin ich unendlich froh darüber.
Viele herzliche Grüße und bis bald,
Christina.
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Christina Ramos
Alter: 35 Geschlecht: 
Bei seit:: 13.09.2007
Beiträge: 49
Wohnort: Langenhagen
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Verfasst am: 03.02.2010, 15:01 •
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« Kerstin » hat folgendes geschrieben:
Liebe Angelika,
das freut mich auch sehr für euch zu hören, das sich die Lage entspannt. DU machst mir Hoffnung ^^
Grüße an alle deine Lieben.
Liebe Christina
unser letztes Gespräch wurde ja leider durch "meinen" Richter gestört. Betreuerschein bekomme ich.
Es tut immer wieder gut zu wissen das wir nicht alleine sind und ich finde es persönlich sehr wichtig von Betroffenen Erwachsenen zu hören wie sie die ganze Situation sehen.
Wir Eltern haben ja einen anderen Blickwinkel und ich kann nach deinem Beitrag nur hoffen das Susanne es genauso sieht
Es ist vermutlich leichter für uns Eltern über unsere Kinder zu sprechen als für euch als Selbstbetroffene um so mehr bewundere ich euch, gell Beate und bin echt froh euch zu kennen.
LG an alle und ich freue mich rieeeeesig auf die JT
Hallo Ihr Lieben,
ich freue mich schon sehr auf die JT und ein Wiedersehen!
@Kerstin, ja das ist so und bleibt für mich wahrscheinlich auch so
@Christina, das ist ja eine super tolle Nachricht, dass Du auch an der JT teilnimmst!
Liebe Grüße Beate
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Beate

Bei seit:: 30.05.2006
Beiträge: 206
Wohnort: niedersachsen
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Verfasst am: 03.02.2010, 15:49 •
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Liebe Christina,
ich möchte mich bei Dir ganz herzlich bedanken für Deine grosse Offenheit und Ehrlichkeit!
Joachim's Angst und Zwangspsychose wurde mit 14 Jahren diagnostiziert. Damals musste er sich zwanghaft schreiend in die WC Schüssel werfen um in die Kläranlage zu kommen!?
Heute mit 18 Jahren macht er täglich mehrmals seine Kontrollgänge:
-die Stühle müssen alle mit dem Pult oder Tisch ganz schön bündig sein
-die Wassermischler alle exakt eingemittet
-der WC Deckel zu und geschaut, ob gut gespühlt (wehe wenn einer drauf sitzt für ein Geschäft, das hält er fast nicht aus!)
-alle Türen vom Haus, Balkon, Sitzplatz alle Fenster X-Kontrollgänge ob sie auch wirklich geschlossen sind ( er kann auch vom Essen aufjucken, obwohl er dies gerade vor dem Essen noch kontrolliert hat)
-Flaschen, Krüge, Gläser mit Flüssigkeit müssen schnell leer getrunken sein oder er kippt sie in den Spühltrog aus, oder ganz schnell! wegzaubern ( aus den Augen aus dem Sinn)
Doch er erträgt dies einfach nicht. SEINE Welt ist so nicht in Ordnung! Es gibt Menschen, welche uns sagen, der tyrannisiert euch nur.... doch er kriegt enorme Ängste und körperliche Spannungszustände, welche sich sonst mit selbst- und oder fremdverletzendem Verhalten abreagiert werden müssen.
So, genug für heute...
ich besuche ein Freundin und bin vom 5.-11. Februar abwesend...
Sei ganz herzlich gegrüsst und wie gesagt ich freu mich auf unsere Begegnung an der JT!
Monika
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Monika Suntheim

Alter: 52 Geschlecht: 
Bei seit:: 17.06.2006
Beiträge: 196
Wohnort: CH-3110 Münsingen
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Verfasst am: 03.02.2010, 17:52 •
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Hallo,
ich lese ständig bei euch mit.
Wir werden dieses Jahr auch an der Tagung dabei sein, und ich bin schon richtig gespannt auf euch.
Ich bin jetzt schon total aufgeregt....
Liebe Grüße
Nadine
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Nadine Guther
Alter: 24 Geschlecht: 
Bei seit:: 23.08.2009
Beiträge: 43
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Verfasst am: 03.02.2010, 18:42 •
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Liebe Monika ,
weißt Du, ich sage mir immer es gibt schlimmeres. Dennoch es tut mir so wahnsinnig leid für Euch es aushalten und hilflos mitansehen zu müssen, wenn Euer Joachim von seinen Zwängen beeinflusst wird. Ich glaube, dass er es ganz sicher nicht mit Absicht tut und Euch damit in Rage bringen will.
Er leidet bestimmt selber darunter und was ich bei diesen Kontrollzwängen am schlimmsten finde ist, dass man oft nichts gegen tuen kann. Man kann dann nur schnell nach einem Ventil suchen um die überschüssige Energie und Anspannung los zu werden. Man glaubt man explodiert! Jeder reagiert dann auf seiner Art und Weise.
Bei mir kommt es heute immer noch vor, dass ich selber nach einem Ventil suchen muss, besonderes an Tagen die sehr stressig sind oder ich nervös bin. Es kommt dann mal vor, dass etwas zu Bruch geht, oder ich schlage die Türen kräftiger zu. Diese Geräusche erschrecken mich zwar etwas, aber ich bin irgentwie danach erleichtert.
Ist Gott sei Dank nicht so oft und mein Glück ist, dass ich die Möglichkeit habe, über meine Probleme zu reden. Während meiner Pubertät war es viel schlimmer.
Wir werden uns sicher viel zu erzählen haben. Freue mich darauf.
Liebe Beate ,
freue mich ebenfalls sehr darauf Dich wieder zu sehen! Toll!!!
Alles Gute und liebe Grüße.
Liebe Nadine ,
freue mich natürlich auch Dich mal persönlich kennenzulernen.
Viele herzliche Grüße Euch allen,
Christina.
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Christina Ramos
Alter: 35 Geschlecht: 
Bei seit:: 13.09.2007
Beiträge: 49
Wohnort: Langenhagen
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Verfasst am: 03.02.2010, 19:15 •
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Verfasst am: 04.02.2010, 11:15 •
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Verfasst am: 12.02.2010, 17:33 •
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Verfasst am: 12.02.2010, 19:47 •
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Verfasst am: 12.02.2010, 20:00 •
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Verfasst am: 12.02.2010, 21:46 •
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Verfasst am: 14.02.2010, 10:22 •
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Verfasst am: 14.02.2010, 15:14 •
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Verfasst am: 01.03.2010, 11:00 •
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Hallo Ihr Alle!
Ich möchte Euch nun heute endlich wieder von Anni schreiben.
Es ist ja schon seit meinem letzten Beitrag eine Weile her.
Also, Anni geht es immer noch sehr gut. Obwohl wir vor gut einer Woche einen "kleinen Dämpfer" bekommen haben. Da hat sie nämlich zum 1. Mal wieder seit Wochen gekrampft, und das sehr heftig. Alles kam wieder hoch und ich hatte doch große Angst, dass es wieder losgeht.
Aber seitdem ist wieder Ruhe und sie entwickelt sich prima.
Wie ich schon vorher geschrieben habe, lautiert sie sehr viel. Sie begrüßt uns immer mit einem "Hallo" , schaut uns an und streichelt uns. Es ist toll. Manchmal hat sie zwar von jetzt auf gleich Stimmungsschwankungen, weint dann auch schon mal aus heíterem Himmel, aber das geht immer schnell wieder vorbei.
Die Musiktherapie macht ihr viel Freude. Vergangenen Freitag, als ich zum Zentrentreffen in Hannover war, kam der Therapeut zu uns nach Hause.
Ich hatte ihm mal auf dem Handy Anni vorgespielt, welche Laute sie macht. Und als er dann bei uns war, konnte er es kaum glauben. Er spielte Gitarre und Anni "sang" fast dazu. UNGLAUBLICH!!
Sie isst und trinkt, aber immer soviel, dass sie bis jetzt noch nicht wieder zugenommen hat. Aber wenigstens nimmt sie auch nicht ab.
Ihre Medis haben wir seit Samstag etwas umgestellt. Sabril etwas runter und Apydan wieder etwas rauf. Mal sehen..
Ich danke Euch Allen für Eure herzlichen Zeilen und Anteilnahme und freue mich darauf Euch bald in Waldbronn zu sehen!
Angelika
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